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	<title>Kommentare zu: Eindrücke von der Learntec 2009</title>
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	<description>mitten im e-Learning; Treffen im virtuellen Wald</description>
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		<title>Von: Thomas Hainzel</title>
		<link>http://bloghauszweinull.net/2009/02/09/eindrucke-von-der-learntec-2009/comment-page-1/#comment-13</link>
		<dc:creator>Thomas Hainzel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 20:45:42 +0000</pubDate>
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		<description>Erstmals Gratulation zu einem gelungenen Bericht über interessante Ansätze in der Erstellung von multimedialem E-Learning-Content.

Ich studiere derzeit Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Wien und absolvierte in den vergangenen drei Semestern mehrere Lehrveranstaltungen mit E-Learning-Unterstützung. Obwohl ich mich nach dieser kurzen Erfahrung nicht als Experte bezeichnen würde, finde ich auch aus der Sicht eines Studierenden einige Parallelen zu den genannten Problemen oder Kritikpunkten bei der Erstellung von E-Learning-Ressourcen. Diese würde ich nun gerne anhand einiger Beispiele ausführen bzw. verdeutlichen.

Die Qualität der zur Verfügung gestellten Materialien ist tatsächlich ein sehr entscheidendes Kriterium für den Lernerfolg. Ich persönlich höre mir Podcasts/Vidcasts gerne mehrmals an - im ersten Schritt um einen Überblick über die Thematik zu bekommen und um die Kerninhalte zu verstehen, im zweiten Schritt um die Materie zu vertiefen. Wenn nun bereits am Anfang des ersten Durchlaufes qualitative Schwächen auftreten, fällt es schwer den Ausführungen weiter zuzuhören bzw. den Podcast/Vidcast ein zweites Mal zu starten.

Als konkretes Beispiel kann ich die zur Verfügung gestellten Vidcasts (ca. 40 Minuten Spielzeit) einer betriebswirtschaftlichen Lehrveranstaltung im vergangenen Semester anführen. Es handelte sich dabei um eine mit dem Microsoft Producer für PowerPoint 2002 erstellten Präsentation mit hinzugefügtem Audio-Stream. Abgesehen von einem sehr trockenen Vortragsstil wurde nach einiger Zeit der Sprecher plötzlich durch eine automatisierte Sprachsoftware ersetzt. Fremdwörter wurden nicht mehr korrekt ausgesprochen und auch die Betonung von Silben und Satzteilen war alles andere als &quot;menschlich&quot;. Der Gesamtablauf des Videos war durch ständige Ladevorgänge des Browsers begleitet (auch bei einer Breitband-Anbindung) und die fließende Gestaltung (Folienübergänge bzw. Themenabschnittsgliederungen) fehlte. Zeit für einen zweiten Durchlauf wollte ich in diese Materialien eigentlich nicht mehr investieren.

Ein Gegenbeispiel wiederum kann ich ebenfalls nennen. In einer Lehrveranstaltung zu informatikrelevanten Rechtsthemen waren die angebotenen Podcasts teilweise mit Moderation versehen und auch der Vortragende lieferte im Zuge der Präsentation Anekdoten oder lies die eine oder andere skurile (aber passende) Bemerkung fallen. Irgendwann wollte ich genau diese Stelle wieder finden (um einem Freund davon zu berichten) und was war das Resultat? Der gesamte Podcast lief ein weiteres Mal über mein Audiosystem und die Lerninhalte wurden weiter verfestigt.

Der Tatsache, dass ein einzelner Vidcast/Podcast noch kein E-Learning ist, kann ich nur zustimmen. Eine Lehrveranstaltung im Modellierungsbereich erweiterte die zahlreichen Skripten, Folien und Buchausschnitte, die im korrespondierenden Kursabschnitt vorhanden waren, um ein einziges Schulungsvideo zu einem Modellierungstool. Obwohl dieses Tool für die Modellierung der gesamten Übungsaufgaben verwendet wurde, griffen nur wenige Studierende auf das Lernvideo zurück. Wir bevorzugten die ausführlichen und qualitativ hochwertigen Skripten - griffen also zum guten, alten Offline-Material.

Soweit meine persönlichen Erfahrungen aus verschiedenen E-Learning-Angeboten, welche die genannten Qualitätsprobleme ziemlich eindeutig belegen. Wie diese jedoch mit dem knappen Budget der öffentlichen Hand behoben werden sollen, steht wohl derzeit in den Sternen.

Abschließend soll gesagt sein, dass ich selbst bereits ein wenig Erfahrungen im Videoschnitt sammeln durfte und das Ergebnis nicht nur von der Vortragskompetenz des Sprechers abhängt, sondern auch technische Ausstattung und viel Geduld bei anfänglichen Fehlern und zahlreichen Aufnahmedurchläufen abverlangt werden. Somit gilt mein Respekt allen, die laufend Online-Materialen dieser Art produzieren, denn nur ein teures Headset und ein Quad-Core-Prozessor zum Video-Rendering machen noch keinen guten Vidcast.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmals Gratulation zu einem gelungenen Bericht über interessante Ansätze in der Erstellung von multimedialem E-Learning-Content.</p>
<p>Ich studiere derzeit Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Wien und absolvierte in den vergangenen drei Semestern mehrere Lehrveranstaltungen mit E-Learning-Unterstützung. Obwohl ich mich nach dieser kurzen Erfahrung nicht als Experte bezeichnen würde, finde ich auch aus der Sicht eines Studierenden einige Parallelen zu den genannten Problemen oder Kritikpunkten bei der Erstellung von E-Learning-Ressourcen. Diese würde ich nun gerne anhand einiger Beispiele ausführen bzw. verdeutlichen.</p>
<p>Die Qualität der zur Verfügung gestellten Materialien ist tatsächlich ein sehr entscheidendes Kriterium für den Lernerfolg. Ich persönlich höre mir Podcasts/Vidcasts gerne mehrmals an &#8211; im ersten Schritt um einen Überblick über die Thematik zu bekommen und um die Kerninhalte zu verstehen, im zweiten Schritt um die Materie zu vertiefen. Wenn nun bereits am Anfang des ersten Durchlaufes qualitative Schwächen auftreten, fällt es schwer den Ausführungen weiter zuzuhören bzw. den Podcast/Vidcast ein zweites Mal zu starten.</p>
<p>Als konkretes Beispiel kann ich die zur Verfügung gestellten Vidcasts (ca. 40 Minuten Spielzeit) einer betriebswirtschaftlichen Lehrveranstaltung im vergangenen Semester anführen. Es handelte sich dabei um eine mit dem Microsoft Producer für PowerPoint 2002 erstellten Präsentation mit hinzugefügtem Audio-Stream. Abgesehen von einem sehr trockenen Vortragsstil wurde nach einiger Zeit der Sprecher plötzlich durch eine automatisierte Sprachsoftware ersetzt. Fremdwörter wurden nicht mehr korrekt ausgesprochen und auch die Betonung von Silben und Satzteilen war alles andere als &#8220;menschlich&#8221;. Der Gesamtablauf des Videos war durch ständige Ladevorgänge des Browsers begleitet (auch bei einer Breitband-Anbindung) und die fließende Gestaltung (Folienübergänge bzw. Themenabschnittsgliederungen) fehlte. Zeit für einen zweiten Durchlauf wollte ich in diese Materialien eigentlich nicht mehr investieren.</p>
<p>Ein Gegenbeispiel wiederum kann ich ebenfalls nennen. In einer Lehrveranstaltung zu informatikrelevanten Rechtsthemen waren die angebotenen Podcasts teilweise mit Moderation versehen und auch der Vortragende lieferte im Zuge der Präsentation Anekdoten oder lies die eine oder andere skurile (aber passende) Bemerkung fallen. Irgendwann wollte ich genau diese Stelle wieder finden (um einem Freund davon zu berichten) und was war das Resultat? Der gesamte Podcast lief ein weiteres Mal über mein Audiosystem und die Lerninhalte wurden weiter verfestigt.</p>
<p>Der Tatsache, dass ein einzelner Vidcast/Podcast noch kein E-Learning ist, kann ich nur zustimmen. Eine Lehrveranstaltung im Modellierungsbereich erweiterte die zahlreichen Skripten, Folien und Buchausschnitte, die im korrespondierenden Kursabschnitt vorhanden waren, um ein einziges Schulungsvideo zu einem Modellierungstool. Obwohl dieses Tool für die Modellierung der gesamten Übungsaufgaben verwendet wurde, griffen nur wenige Studierende auf das Lernvideo zurück. Wir bevorzugten die ausführlichen und qualitativ hochwertigen Skripten &#8211; griffen also zum guten, alten Offline-Material.</p>
<p>Soweit meine persönlichen Erfahrungen aus verschiedenen E-Learning-Angeboten, welche die genannten Qualitätsprobleme ziemlich eindeutig belegen. Wie diese jedoch mit dem knappen Budget der öffentlichen Hand behoben werden sollen, steht wohl derzeit in den Sternen.</p>
<p>Abschließend soll gesagt sein, dass ich selbst bereits ein wenig Erfahrungen im Videoschnitt sammeln durfte und das Ergebnis nicht nur von der Vortragskompetenz des Sprechers abhängt, sondern auch technische Ausstattung und viel Geduld bei anfänglichen Fehlern und zahlreichen Aufnahmedurchläufen abverlangt werden. Somit gilt mein Respekt allen, die laufend Online-Materialen dieser Art produzieren, denn nur ein teures Headset und ein Quad-Core-Prozessor zum Video-Rendering machen noch keinen guten Vidcast.</p>
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		<title>Von: Michael Tesar</title>
		<link>http://bloghauszweinull.net/2009/02/09/eindrucke-von-der-learntec-2009/comment-page-1/#comment-12</link>
		<dc:creator>Michael Tesar</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 17:51:03 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für den informativen Bericht. Zum Thema der audiovisuellen Lernkommunikation möchte ich anmerken, dass es - neben der bereits angesprochenen und in der Realität der Hochschullehre omnipräsenten Finanzierungsfrage - auch immer eine Frage der Zielgruppe ist, was und wie produziert wird. Außerdem neu ist das Konzept nicht. Schon in den 1990er Jahren wurden in der institutionellen Lehre und zu innerbetrieblichen Fortbildung Audio und Video verwendet, wenn auch nicht unter dem Namen Podcasts und nicht via Web und MP3-Player, sondern simpel auf CD-Rom.

Die Gründe, warum sich Podcasts in der Hochschullehre noch nicht durchgesetzt haben sind vielfältig:
Screencasts und Podcasts werden oftmals amateurhaft produziert: Aufnahmen mit Hintergrundgeräuschen, mangels geeigneter Aufnahmemöglichkeiten; Schlecht verständliche SprecherInnen; Kein &quot;roter Faden&quot;; die erste Aufnahme wird verwendet, trotz technischer und inhaltlicher Fehler und vieles mehr. Darüber hinaus stellen sich mir die Fragen: Möchte und kann man Lernende mit Lernmaterialien minderer Qualität motivieren? Ist der Ansatz &quot;Podcasts als &#039;Pflichtlektüre&#039;&quot; wirklich der richtige?   
Das klingt zumindest für mich in der Rolle des Kunden (und das sind Lernende) eher demotivierend. Da greife ich dann doch lieber zum klassischen Offline-Skriptum.

Teaser und Jingles haben sich, zumindest in meinen Konzepten und Anwendungen im Hochschulbereich, in den vergangenen Jahren als sinnvoll herausgestellt. Doch leider muß oftmals auf Musik, professionelle Sprecher und qualitativ höchstwertige Aufnahmen in der Lehre aus Budgetmangel verzichtet werden. Abgesehen vom Ressourcenmangel zur Erstellung einer perfekten &quot;theatralischen&quot; Inszinierung. Doch in vielen Fällen lässt sich ein guter Kompromiss finden. Lernende sind von solch einem Angebot stets angetan, wie die regelmäßig stattfindenden Evaluierungen zeigen. Schlecht ankommen hingegen Materialien, die nicht mit der notwendigen Sorgfalt und Qualität erstellt wurden.

Es sei aber auch angemerkt, dass bei uns die eigentlichen Podcasts nicht(!) die gesamte Vorlesung beinhalten, sondern tatsächlich nur einen ca. 25-minütigen Zusammenschnitt. So besteht die Möglichkeit im Rahmen des mobilen Lernens die Inhalte zu wiederholen bzw. zu erkennen, bei welchen Lerninhalten noch Wissensdefizite bestehen. Diese kann man durch die Nutzung von Skripten und weiterführenden Lernmaterialien rasch wieder aufholen. 
Lernen mit unterschiedlichen Sinnen. Hier ist der Mehrwert multimedialer Lernangebote zu finden!

Es kommt auf die richtige Umsetzung und Integration in das E-Learning-Konzept an. Nur ein Podcast alleine stellt noch nicht unbedingt einen Mehrwert dar. Die sinnvolle Kombination aller Medien macht es aus. Nur leider können viele solcher Vorhaben in der Hochschullehre tatsächlich nur sehr selten finanziert werden (meist durch Förderprogamme, Sponsoren oder enthusiastische ehrenamtliche MitarbeiterInnen,...). Anders sieht es bei innerbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen aus. Gestützt durch hohe Qualitätsansprüche in der Kunden - Lieferanten Beziehung entstehen höchst interessante Produkte, die durch Synergien zwischen Lehre und Wirtschaft genutzt werden könn(t)en - kostengünstige Produktionen mit einem Mehrwert für beide Seiten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für den informativen Bericht. Zum Thema der audiovisuellen Lernkommunikation möchte ich anmerken, dass es &#8211; neben der bereits angesprochenen und in der Realität der Hochschullehre omnipräsenten Finanzierungsfrage &#8211; auch immer eine Frage der Zielgruppe ist, was und wie produziert wird. Außerdem neu ist das Konzept nicht. Schon in den 1990er Jahren wurden in der institutionellen Lehre und zu innerbetrieblichen Fortbildung Audio und Video verwendet, wenn auch nicht unter dem Namen Podcasts und nicht via Web und MP3-Player, sondern simpel auf CD-Rom.</p>
<p>Die Gründe, warum sich Podcasts in der Hochschullehre noch nicht durchgesetzt haben sind vielfältig:<br />
Screencasts und Podcasts werden oftmals amateurhaft produziert: Aufnahmen mit Hintergrundgeräuschen, mangels geeigneter Aufnahmemöglichkeiten; Schlecht verständliche SprecherInnen; Kein &#8220;roter Faden&#8221;; die erste Aufnahme wird verwendet, trotz technischer und inhaltlicher Fehler und vieles mehr. Darüber hinaus stellen sich mir die Fragen: Möchte und kann man Lernende mit Lernmaterialien minderer Qualität motivieren? Ist der Ansatz &#8220;Podcasts als &#8216;Pflichtlektüre&#8217;&#8221; wirklich der richtige?<br />
Das klingt zumindest für mich in der Rolle des Kunden (und das sind Lernende) eher demotivierend. Da greife ich dann doch lieber zum klassischen Offline-Skriptum.</p>
<p>Teaser und Jingles haben sich, zumindest in meinen Konzepten und Anwendungen im Hochschulbereich, in den vergangenen Jahren als sinnvoll herausgestellt. Doch leider muß oftmals auf Musik, professionelle Sprecher und qualitativ höchstwertige Aufnahmen in der Lehre aus Budgetmangel verzichtet werden. Abgesehen vom Ressourcenmangel zur Erstellung einer perfekten &#8220;theatralischen&#8221; Inszinierung. Doch in vielen Fällen lässt sich ein guter Kompromiss finden. Lernende sind von solch einem Angebot stets angetan, wie die regelmäßig stattfindenden Evaluierungen zeigen. Schlecht ankommen hingegen Materialien, die nicht mit der notwendigen Sorgfalt und Qualität erstellt wurden.</p>
<p>Es sei aber auch angemerkt, dass bei uns die eigentlichen Podcasts nicht(!) die gesamte Vorlesung beinhalten, sondern tatsächlich nur einen ca. 25-minütigen Zusammenschnitt. So besteht die Möglichkeit im Rahmen des mobilen Lernens die Inhalte zu wiederholen bzw. zu erkennen, bei welchen Lerninhalten noch Wissensdefizite bestehen. Diese kann man durch die Nutzung von Skripten und weiterführenden Lernmaterialien rasch wieder aufholen.<br />
Lernen mit unterschiedlichen Sinnen. Hier ist der Mehrwert multimedialer Lernangebote zu finden!</p>
<p>Es kommt auf die richtige Umsetzung und Integration in das E-Learning-Konzept an. Nur ein Podcast alleine stellt noch nicht unbedingt einen Mehrwert dar. Die sinnvolle Kombination aller Medien macht es aus. Nur leider können viele solcher Vorhaben in der Hochschullehre tatsächlich nur sehr selten finanziert werden (meist durch Förderprogamme, Sponsoren oder enthusiastische ehrenamtliche MitarbeiterInnen,&#8230;). Anders sieht es bei innerbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen aus. Gestützt durch hohe Qualitätsansprüche in der Kunden &#8211; Lieferanten Beziehung entstehen höchst interessante Produkte, die durch Synergien zwischen Lehre und Wirtschaft genutzt werden könn(t)en &#8211; kostengünstige Produktionen mit einem Mehrwert für beide Seiten.</p>
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