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	<title>Bloghauszweinull &#187; Für &amp; Wider</title>
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	<description>mitten im e-Learning; Treffen im virtuellen Wald</description>
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		<title>&#8220;Wer abschreibt,&#8230;&#8221; &#8211; Über den Umgang mit studentischen Plagiaten in der universitären Lehre</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Hainzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Medienalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Für & Wider]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[So lautete der Titel eines Vortrags von DI Mag. Dr. Michael Tesar, Stammautor und Initiator des Bloghaus 2.0, beim E-Learning-Impuls des E-Learning-Zentrums der Technischen Universität Wien am vergangenen Donnerstag (18. März 2010). In einem etwa 25-minütigen Impulsreferat wurden Rahmenbedingungen und Gründe für Plagiate skizziert sowie Forderungs-, Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen im universitären Kontext vorgestellt: Was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-621 alignleft" src="http://bloghauszweinull.net/wp-content/uploads/2010/03/wer_abschreibt.jpg" alt="Wer abschreibt..." hspace="10" width="145" height="99" />So lautete der Titel eines Vortrags von <a title="DI Mag. Dr. Michael Tesar" href="http://bloghauszweinull.net/uber-uns/" target="_blank">DI Mag. Dr. Michael Tesar</a>, Stammautor und Initiator des Bloghaus 2.0, beim <a title="E-Learning Zentrum der Technischen Universität Wien" href="http://elearning.tuwien.ac.at" target="_blank">E-Learning-Impuls des E-Learning-Zentrums der Technischen Universität Wien</a> am vergangenen Donnerstag (18. März 2010).</p>
<p>In einem etwa 25-minütigen Impulsreferat wurden Rahmenbedingungen und Gründe für Plagiate skizziert sowie Forderungs-, Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen im universitären Kontext vorgestellt:</p>
<ul>
<li> Was ist überhaupt ein Plagiat und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt es?</li>
<li>Welche Eigenschaften sollten studentische Arbeiten im Hinblick auf den Wesenskern aufweisen?</li>
<li> Wo liegen praktische Probleme für Plagiate und welche Lösungsansätze bzw. Präventionsmaßnahmen für Lehrende gibt es?</li>
</ul>
<p>In einer anschließenden Diskussion stellte das Auditorium (Lehrende aus unterschiedlichsten Fachbereichen) Fragen zu Definition und Erkennung von Plagiaten aber auch zu möglichen Maßnahmen und internationalen Vorbildern.</p>
<p>Lesen Sie alle Details zum Impulsvortrag sowie der Publikumsdiskussion im Artikel<br />
<a href="http://bloghauszweinull.net/wp-content/uploads/2010/03/wer_abschreibt_article.pdf">&#8220;Wer abschreibt,&#8230;&#8221; Über den Umgang mit studentischen Plagiaten in  der universitären Lehre&#8230;</a> (PDF-Dokument, 130 KB)</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Quo vadis, E-Learning-Kompetenz-Zentren&#8230;?&#8221;</title>
		<link>http://bloghauszweinull.net/2010/03/22/quo-vadis-e-learning-zentren/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 13:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Tesar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Medienalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Für & Wider]]></category>

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		<description><![CDATA[In Anlehnung an den Foren-Beitrag &#8220;Quo vadis, E-Learning&#8221; von Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos auf der GML² 2010 &#8211; Tagung, in dem über die Dezentralisierung oder Zentralisierung von E-Learning-Kompetenz-Zentren (oder wie auch immer sie heißen mögen) diskutiert wurde, möchte ich kurz aus meinen Erfahrungen skizzieren, welche Aufgaben so einem Kompetenz-Zentrum zuzuschreiben wären und wo die Herausforderungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Anlehnung an den Foren-Beitrag &#8220;Quo vadis, E-Learning&#8221; von <a title="Webseite von Prof. Apostolopoulos" href="http://www.cedis.fu-berlin.de/mitarbeiter/napostolopoulos.html" target="_blank">Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos</a> auf der GML² 2010 &#8211; Tagung, in dem über die Dezentralisierung oder Zentralisierung von E-Learning-Kompetenz-Zentren (oder wie auch immer sie heißen mögen) diskutiert wurde, möchte ich kurz aus meinen Erfahrungen skizzieren, welche Aufgaben so einem Kompetenz-Zentrum zuzuschreiben wären und wo die Herausforderungen für die Zukunft zu sehen sind.</p>
<p>Einige Entstehungsgeschichten von E-Learning-Kompetenz-Zentren (nehmen wir diesen Begriff als Synonym für fast alle Einrichtungen diese Art an) haben mich bislang begleitet. Manche davon sind gescheitert, einige davon erfolgreich umgesetzt worden und andere haben sich nach einer mehr oder weniger langen Orientierungsphase doch zu einer hilfreichen Einrichtung etabliert.</p>
<p>Die Gründe, <strong>warum der Aufbau</strong> entsprechender Kompetenz-Zentren<strong> scheiterte</strong>, sind meist die gleichen:</p>
<ul>
<li><strong>Mangelnde Kommunikation und Information</strong> in der eigenen Institution über das Bestehen einer solchen Einrichtung. Das resultiert in einer zu geringen Nachfrage des Angebotes und damit zum Verlust einer eventuellen Daseins-Berechtigung der Support-Einheit.</li>
<li>Zu <strong>wenig ausgebildete Spezialist/innen</strong> im E-Learning- und Medienbereich. E-Learning ist eng mit Didaktik verbunden. Grob formuliert: Ein/e Webseiten-Designer/in macht zwar schöne Webseiten, aber das macht ihn/sie noch nicht zu einer/m Experten/in im E-Learning-Bereich.</li>
<li>Die<strong> Interdisziplinarität </strong>stellte eine der größten Herausforderungen dar. Es bedarf für die Abdeckung der unterschiedlichen Bedürfnisse der Lehrenden auch entsprechende Fach-Expert/innen, die über E-Learning-Kompetenzen verfügen.</li>
<li><strong>Mangelnde Kreativität und Experimentierfreudigkeit</strong> lassen viele Lehrende davor zurückschrecken, etwas &#8220;Neues&#8221; zu probieren. Motivationen seitens der Institutionsleitung (E-Learning Awards o.ä.) helfen dabei, neue didaktische Konzepte und multimediale Elemente in der Lehre zu etablieren.</li>
</ul>
<p>Diese Gründe und ähnliche weitere sind sowohl in Firmen als auch Hochschulen zu beobachten gewesen. Ein oder zwei Personen mit den Agenden eines E-Learning-Kompetenz-Zentrums zu betrauen, die über mangelnde Fachkenntnis der einzelnen Lehrfächer verfügen und auch wenig mit den Lehrenden kommunizieren, ist zu wenig.</p>
<p>Lehrende wünschen sich aktive Unterstützung bei der zeitraubenden Erstellung von Lernmaterialien, die sie oft selber, auf Grund mangelnder Medienkompetenzen, nicht bewältigen können. Müssten sie auch nicht, das wäre eine von vielen Aufgaben von E-Learning-Kompetenz-Zentren. Auch externe Kompetenz-Zentren (mit Dienstleistungen on demand), wie z.B. <a title="www.el3.at" href="http://www.el3.at" target="_blank">el3.at</a>, können mit solchen Tätigkeiten beauftragt werden und unterstützend agieren.</p>
<p>Ein wichtiger Aspekt ist der regelmäßige Austausch über neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Lehre &#8211; &#8220;der frische Wind&#8221; für die Lehrveranstaltung sozusagen. Durch eine intensive Zusammenarbeit von E-Teachern und Lehrenden könnte es zu sehr guten Ergebnissen für die Lernenden kommen, die durch innovative Konzepte und erfrischende Gestaltungen sicher motivierter an die Erarbeitung von Lehrstoff herangehen.</p>
<p><strong>Die Aufgaben, die Herausforderungen an E-Learning-Kompetenz-Zentren</strong> lauten zusammengefasst wie folgt:</p>
<ol>
<li><strong>Offenheit</strong> aller Beteiligten für eine interdisziplinäre und institutionsübergreifende Zusammenarbeit in der Lehre, die sich letztendlich in einer steigenden Qualität des Lehrangebots positiv für die Lernenden auswirken soll.</li>
<li><strong>Aktive Unterstützung</strong> der Lehrenden bei der Erstellung von multimedialen Inhalten.</li>
<li>Enge <strong>Kooperation mit Lehrenden</strong> um diese beim didaktischen Design Ihrer Lehrveranstaltungen zu unterstützen und die bestmöglichen Wege zur Realisierung unter zur Hilfenahme von webbasierten oder multimedialen Diensten vorzuschlagen.</li>
<li><strong>Schulungen</strong> zur Bedienung der E-Learning-Tools für Lehrende und(!) Lernende anbieten.</li>
<li>Bereitstellungen von<strong> Informationen und Support-Angeboten</strong>, die für alle Mitarbeiter/innen und Lernende von Bedeutung sind. Viele Grundlagen einzelner Studiengänge oder Weiterbildungsangebote finden sich in zahlreichen Kursen wieder. Diese könnte man zentralisieren, was den Wartungsaufwand reduzieren würde und in den betreffenden Kursen mehr Freiraum für spezifischen Lehrstoff oder Diskussionen schaffen würde.</li>
<li>Die Präsentation von <strong>Best-Practice-Beispielen</strong> ist eine weitere wichtige Aufgabe von E-Learning-Kompetenz-Zentren, denn nur so kann aufgezeigt werden, was möglich ist und die Kolleg/innen, die noch nicht E-Learning einsetzen, motiviert werden, dies einmal auszuprobieren.</li>
<li>Die <strong>Vernetzung und Zentralisierung der E-Learning-Initiativen</strong> im eigenen  Haus darf nicht vernachlässigt werden. In Zeiten von fehlenden Ressourcen und Einsparungen ist eine Bündelung der bestehenden ein unbedingtes Muss geworden. Darüber hinaus ist der Erfahrungsaustausch mit ähnlichen Einrichtungen unumgänglich. Denn oftmals werden Projekte realisiert, die ähnliche Inhalte haben. Hier wäre eine Kompetenzbündelung von großem Vorteil.</li>
<li>Letztendlich ist die <strong>Präsentation der Aktivitäten</strong> nach außen ein Punkt, der vor allem neuen Studierenden oder Lernenden aufzeigen soll, wie Lehre tatsächlich stattfindet. Damit wird gerade bei Studienanfänger/innen die Möglichkeit geschaffen, sich bereits im Vorfeld gezielt zu informieren, was auf sie zu kommen wird.</li>
</ol>
<p>Letztendlich darf man gespannt sein, wie sich die Zukunft von E-Learning-Kompetenz-Zentren (oder wie man sie auch immer nenne möchte) gestalten wird. Meine Erfahrung zeigt: Ohne geht es nicht, wenn man intensiv E-Learning betreiben und anbieten möchte. Aber ob es &#8220;mit&#8221; zu den gewünschten Ergebnissen führt, hängt stark von den einzelnen Akteur/innen ab. Dass sich kleinere Hochschulen oder Weiterbildungsanbieter kein eigenes E-Learning-Kompetenz-Zentrum leisten können oder möchten, ist verständlich. Hier wären institutionsübergreifende Initiativen oder die Einbeziehung externer Anbieter nach Bedarf sicher überlegenswert und mit geringeren Kosten verbunden.</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">
<h1>Prof. Dr. 	Nicolas 	Apostolopoulos</h1>
</div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Was bringen eigentlich Wikis in Unternehmen?</title>
		<link>http://bloghauszweinull.net/2009/09/13/was-bringen-eigentlich-wikis-in-unternehmen/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 12:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Hainzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Medienalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Für & Wider]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>

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		<description><![CDATA[Im WissensWert Blog Carnival Nr. 7 stellt sich Gastgeberin Prof. Dr. Andrea Back von der Universität St. Gallen (Schweiz) die zentrale Frage &#8220;Was bringen eigentlich Wikis?&#8220;. Dabei sollen vor allem Wikis von Unternehmen analysiert sowie deren Einsatzbereich und Sinnhaftigkeit untersucht werden. Was bringen Wikis überhaupt und welche Erfahrungen bringt der Arbeitsalltag mit sich? Neben meinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a title="WissensWert Blog Carnival Nr. 7" href="http://wissenswert.iwi.unisg.ch/?p=716" target="_blank">WissensWert Blog Carnival Nr. 7</a> stellt sich Gastgeberin <a title="Prof. Dr. Andrea Back" href="http://www.business20.ch/" target="_blank">Prof. Dr. Andrea Back</a> von der Universität St. Gallen (Schweiz) die zentrale Frage &#8220;<strong>Was bringen eigentlich Wikis?</strong>&#8220;. Dabei sollen vor allem Wikis von Unternehmen analysiert sowie deren Einsatzbereich und Sinnhaftigkeit untersucht werden. Was bringen Wikis überhaupt und welche Erfahrungen bringt der Arbeitsalltag mit sich?</p>
<p>Neben meinem Studium der Wirtschaftsinformatik an der <a title="Technischen Universität Wien" href="http://www.tuwien.ac.at" target="_blank">Technischen Universität Wien</a> arbeite ich in einer IT-Abteilung eines großen, österreichischen Unternehmens. Etwa 50 der über 2000 Mitarbeiter arbeiten im Bereich der Datenbereitstellung/-analyse bzw. im Reporting Management. Mehrere tausend Datenquellen mit unterschiedlichen Strukturen versorgen uns mit weitreichenden Informationen.</p>
<p>Als zentrales &#8220;Knowledge Distribution System&#8221; (Wo wird nochmal schnell diese und jene Information gespeichert?) kommt dabei ein auf PHP basierendes Wikisystem zum Einsatz.<br />
Diese Dokumentationsplattform enthält&#8230;</p>
<ul>
<li>Beschreibungen von Datenquellen und Datenstrukturen zur Report-Erstellung</li>
<li>Prozess- und Verfahrensdefinitionen für standardisierte Business-Prozesse</li>
<li>Unternehmensweite Definitionen, Begriffe und Glossare zur Vereinheitlichung von technischen Anforderungen</li>
<li>Tipps und Tricks aus dem Datenauswertungsalltag</li>
<li>Updates und Systeminformationen</li>
</ul>
<p>Auf den ersten Blick wirkt dieses unternehmensinterne Wiki sehr mächtig und informativ. In der Tat gibt es einige Artikel und Kategorien, in denen sehr ausführliche Informationen zur Verfügung gestellt werden und dessen Autor/innen auch laufend mit der Aktualisierung dieser beschäftigt sind. In meiner täglichen Arbeit bin ich hier sehr schnell am Ziel und habe die gewünschte Information (meistens sogar mit Beispielen) direkt vor Augen.</p>
<p>Daneben gibt es leider zahlreiche Artikel, die Informationsmängel aufweisen. Teilweise sind die Beschreibungen unvollständig bzw. veraltet oder für einen mit der Materie nicht so vertrauten Mitarbeiter nur sehr schwer verständlich. Letzteres ist vor allem bei der Neueinstellung von Mitarbeitern unangenehm, da diese keine Orientierungshilfe in Form des Wikis vorfinden. Problematisch ist auch, dass einige abteilungsinterne Systeme überhaupt nicht im Wiki dokumentiert sind und daher jeglicher Anknüpfungspunkt an die bestehende Dokumentation fehlt.</p>
<p>Diese negative Tatsache führe ich auf zwei zentrale Aspekte zurück:</p>
<ol>
<li><em>Ressourcen:</em> Im heutigen Wettbewerb sparen die Unternehmen wo es nur geht &#8211; am meisten bei den Personalressourcen. Damit verbunden ist ein erhöhter Druck auf die Mitarbeiter, die dann wenig oder überhaupt keine Zeit für die Dokumentation bzw. das Kommentieren ihrer Datenbank- und Softwareprodukte haben.<br />
Dazu kommt noch der Administrationsaufwand für das Wiki, da es zumindest eine Person in der Abteilung geben muss, die zentrale Wartungsaufgaben wahrnimmt, Aktualisierungen durchführt und Supportanfragen beantwortet.</li>
<li><em>Wille der Mitarbeiter:</em> Die Dokumentation von Projekten und Produkten ist den meisten IT-Beschäftigten ein Dorn im Auge. Der sogenannte &#8220;Papierkram&#8221; (auch wenn er online in Form eines Wikis abläuft) wird nur ungern erledigt und es wird lieber mit einem neuen Projekt begonnen, als die fertiggestellten Produkte ordnungsgemäß zu dokumentieren.</li>
</ol>
<p>Der zweite Aspekt kann, besonders am Beispiel der Online-Wikis, mit einer weiteren technischen Tatsache untermauert werden. Die Bedienung von Wikis, insbesondere das Verfassen, Verlinken und Formatieren von Artikeln, ist nicht immer intuitiv und WYSIWYG-Editoren (What-You-See-Is-What-You-Get-Editoren) sind in älteren Wiki-Systemen oft nur über zusätzliche Plugins verfügbar. Das erschwert die rasche, unkomplizierte Dokumentation und hält zumindest einige meiner Kollegen von der regelmäßigen Benutzung des Wikis ab.</p>
<p>Diese unangenehmen Nebenwirkungen schwächen somit die anfangs beschriebenen Vorteile erheblich ab. Denn ein Wiki, in dem niemand schreibt, liest auch niemand!</p>
<p>Die Behebung dieser Mängel bedarf daher einiger Gegenmaßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen:<br />
In einem ersten Schritt sollte das Management bzw. die Führungsebene konkrete Aktionen setzen. Daten und Informationen sind in unserer heutigen Gesellschaft sehr wertvolles Kapitel. Deshalb ist es unumgänglich das vorhandene Wissen der Mitarbeiter zu Sammeln, zu Strukturieren und entsprechend Aufzubereiten. Wikis und Online-Plattformen, in denen die Mitarbeiter selbst gestalten und dokumentieren können, sind sicherlich interessante und auch einigermaßen kostengünstige Möglichkeiten dies umzusetzen.</p>
<p>Dafür ist nicht nur eine geeinete Ressourcenplanung der Mitarbeiter (damit diese auch Zeit für die Nutzung des Wikis haben) sondern auch eine entsprechende technische Betreuung des Systems notwendig. Dies reicht von der Installation und Wartung bis zur individuellen Erweiterung von Modulen und benutzerfreundlichen Gestaltung der Weboberfläche im Corporate Design des Unternehmens. Kurz gesagt: Der Einsatz eines Unternehmenswikis kostet Geld!</p>
<p>Ein zweiter Schritt betrifft das Umdenken der Mitarbeiter selbst. Die Weitergabe von eigenständig erarbeitetem Wissen darf nicht als persönlicher Nachteil oder gar Entbehrlichmachung für das Unternehmen verstanden werden. Es geht vielmehr um die dynamische Interaktion aller Beteiligten (ganz nach dem Motto &#8220;Vier Augen sehen mehr als zwei.&#8221;) und die gemeinsame Bewältigung des Arbeitsalltags. Zugegebenermaßen ist die Theorie hier weitaus einfacher als die Praxis, da gerade in den letzten Monaten die Thematik &#8220;Arbeitsplatzsicherheit&#8221; international heftigst diskutiert wurde.</p>
<p>Neben der Bewusstseinsvermittlung an die Mitarbeiter sollte auch dessen Motivation entsprechend gesteigert werden. Dies wäre für mich mit passenden Bonussystemen (die es in unserer Firma bereits für andere IT-Tätigkeiten und Projekte gibt) denkbar. Beispiele hierfür wären etwa monetäre Zuschläge, firmeninterne Auszeichnungen (z.B. Wiki-Power-User) oder wettbewerbsähnliche Veranstaltungen.</p>
<p>Das Fazit meiner bisherigen Erfahrungen mit unserem Abteilungs-Wiki fällt daher zweigeteilt aus. Einerseits begrüße ich die Idee der zentralen Wissensspeicherung und der Vielfalt der vorhandenen Artikel, andererseits wünsche ich mir intensivere Dokumentation sowie den gezielten Einsatz von neuen Technologien (Stichwort Web 2.0) zur effizienteren Verteilung der Personalressourcen und Motivation der Mitarbeiter. Eine meiner großen Zukunftsvisionen ist daher die vollständige Integration der Dokumentation (und damit die Verwendung des Wikis) in den Arbeitsalltag und der sukzessive Aufbau von unternehmensweiten Wissens-, Informations- und Definitionsdatenbanken.</p>
<p>Ich bin gespannt, ob ich mich eines Tages über ein derat interaktives und reichhaltiges Unternehmenswiki &#8211; ganz im Stil der zahlreichen Blogs im Web 2.0 Stil &#8211; freuen darf.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>E-Learning an Hochschulen: Eine Drei-Klassen-Gesellschaft?</title>
		<link>http://bloghauszweinull.net/2009/09/01/e-learning-an-hochschulen-eine-drei-klassen-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 17:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Hainzel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Medienalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
		<category><![CDATA[Für & Wider]]></category>

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		<description><![CDATA[E-Learning ist ein Thema, das an vielen Hochschulen mehr oder weniger intensiv betrieben wird. Auch die Technische Universität Wien verfolgt bereits seit über drei Jahren zahlreiche E-Learning-Initiativen. Seit Juni 2006 betreibt das E-Learning-Zentrum, eine zentrale Einrichtigung der TU, eine moodlebasierte E-Learning-Plattform. Rund 20.000 Studierende und 3.700 Universitätsangestellte (Stand: WS 2008/09) haben derzeit Zugriff auf ca. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>E-Learning ist ein Thema, das an vielen Hochschulen mehr oder weniger intensiv betrieben wird. Auch die <a title="Technischen Universität Wien" href="http://www.tuwien.ac.at" target="_blank">Technische Universität Wien</a> verfolgt bereits seit über drei Jahren zahlreiche E-Learning-Initiativen. Seit Juni 2006 betreibt das E-Learning-Zentrum, eine zentrale Einrichtigung der TU, eine moodlebasierte E-Learning-Plattform. Rund 20.000 Studierende und 3.700 Universitätsangestellte (Stand: WS 2008/09) haben derzeit Zugriff auf ca. 700 verschiedene E-Learning-Kurse (Stand: 31.08.2009) aus acht fakultären Bereichen.</p>
<p>So unterschiedlich diese Studienrichtungen in ihren Inhalten sind, so verschieden gestalten sich auch dessen E-Learning-Angebote. Einige dieser durfte ich in den letzten vier Semestern meines Studiums erforschen und habe sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen gemacht. Mein Wunsch war das Gegenüberstellen bzw. Vergleichen dieser Online-Kurse, welches mich zur Bildung von &#8220;E-Learning-Kategorien&#8221; motivierte. Diese Klassifizierung ist denkbar einfach und kann auf folgenden drei Ebenen erfolgen:</p>
<ol>
<li>E-Learning als Filesharing</li>
<li>E-Learning als Lehrveranstaltungsmanagement</li>
<li>E-Learning als dynamische, interaktive Lernmöglichkeit</li>
</ol>
<p>Die Bezeichnung &#8220;Drei-Klassen-Gesellschaft&#8221; soll weiters verdeutlichen, dass diese Strukturierung nicht nur auf inhaltiche Aspekte zurückzuführen ist. Neben unterschiedlichen Zielgruppen spielt auch der Zeitaufwand der Kurserstellung/Kursbetreuung sowie die Wertigkeit des gesamten E-Learning-Angebots an einer Hochschule eine zentrale Rolle.</p>
<p>Werfen wir nun einen genaueren Blick auf die einzelnen Klassen an E-Learning-Angeboten:<strong> </strong></p>
<p><strong>1. E-Learning als Filesharing</strong><br />
Die erste und einfachste Form des E-Learnings ist das simple Zurverfügungstellen von Online-Ressourcen jeglicher Art. Überwiegend werden dafür Adobe Acrobat Dateien (PDF-Files) verwendet, die Vorlesungsfolien, Skiptenauszüge oder Übungsangaben beinhalten aber auch gezippte Angaberessourcen oder kurze Informationsseiten finden sich wieder.</p>
<p>Streng genommen kann hier nicht von &#8220;E-Learning&#8221; gesprochen werden, da keinerlei Interaktion betreffend des Lernfortschrittes erfolgt. Das E-Learning-System wird als reiner Dateiserver &#8220;missbraucht&#8221; und die meisten E-Learning-Features (etwa Online-Tests oder Abgabemöglichkeiten) bleiben ungenutzt. Auch die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden erfolgt nicht systemintegriert &#8211; Nachrichtenforen werden nicht verwendet, normale Foren erst gar nicht eingerichtet.</p>
<p>Diese genannten Charakteristika sind üblicherweise einer bestimmten Art an Lehrveranstaltungen zuzuweisen. Vor allem reine Vorlesungen (d.h. Lehrveranstaltungen ohne praktischem Übungsteil oder Zwischenprüfungen innerhalb des Semesters) weisen diese Struktur auf, da lediglich Lerninhalt zum Download angeboten wird und am Semesterende eine Abschlussprüfung stattfindet. Leider finden sich solche Online-Kurse auch in Übungen wieder, die im Rahmen von Präsenzveranstaltungen abgewickelt werden &#8211; lediglich Übungsangaben werden hier online bereitgestellt.</p>
<p>Interessanterweise kann auch eine Korrelation dieses E-Learning-Typs mit den Vortragenden festgestellt werden. Wenn die Lehrveranstaltungsleitung sich nicht selbst mit der Betreuung des E-Learning-Systems beschäftigt (sei es aus zeitlichen, organisatorischen oder gesellschaftlichen Gründen), wird diese oft an Assistenten oder Sekretariatsmitarbeiter weitergegeben. Diese haben dann zahlreiche Online-Kurse zu betreuen und daher nicht die Zeit ein umfassenderes Angebot zu erstellen. Hier spielt wieder einmal der Aufwands- bzw. Zeitfaktor für die E-Learning-Betreuung eine zentrale Rolle &#8211; diese wurde bereits mehrfach in diesem Blog angesprochen.</p>
<p>Für Studierende bietet sich der Vorteil einer übersichtlichen Download-Webseite, die zwar wenig zur Individualitätsförderung beiträgt, jedoch rasch und strukturiert zur gewünschten Information führt.</p>
<p><strong>2. E-Learning als Lehrveranstaltungsmanagement</strong><br />
Etwas umfangreicher versprechen die Online-Angebote der zweiten Kategorie zu sein. Während im ersten Fall lediglich Dateien zum Download angeboten wurden, erweitern sich die Funktionalitäten des E-Learning-Systems hier um Online-Tests, Online-Aufgabenabgabe sowie die Kommunikation über Foren und Feedbackmeldungen. Der komplette Lehrveranstaltungsablauf wird über das E-Learning-System koordiniert &#8211; daher &#8220;E-Learning als Lehrveranstaltungsmanagement&#8221;.</p>
<p>Charakteristisch für solche Szenarien sind vor allem kombinierte Lehrveranstaltungen, die aus einer Vorlesungkomponente und einer Übungskomponente bestehen. Während für erstere überwiegend Print-Ressourcen angeboten werden, wird die Übung teilweise oder vollständig über das System abgewickelt. Dies kann von der simplen Abgabe der Übungsaufgaben bis zur Reservierung von Abgabegesprächsterminen reichen.</p>
<p>Da es in den Informatik-Studienrichtungen zahlreiche kombinierte Lehrveranstaltungen gibt, existiert eine Vielzahl solcher E-Learning-Kurse. Besonders die Administration von großen Teilnehmerzahlen (300+ Studierende) lässt sich mit vertretbarem Aufwand realisieren und stellt ausreichende Supportmöglichkeiten für die Teilnehmer bereit.<strong> </strong></p>
<p><strong>3. E-Learning als dynamische, interaktive Lernmöglichkeit</strong><br />
Einzelne Lehrveranstaltungsleiter weiten das oben beschriebene Online-Portal weiter aus und bieten neben den üblichen Print- und Abgaberessourcen zusätzliches Online-Material an. Individuelle Podcasts/Vidcasts zu den Themenbereichen, freiwillige Übungsbeispiele und Bonusaufgaben oder quiz-ähnliche Rätsel als Reise durch das Fachgebiet seien hier nur als Beispiele genannt. Abgerundet werden diese E-Learning-Kurse meistens durch topaktuelle News, gepflegte Kalender (Vorlesungstermine, Gastvorträge usw.) sowie das laufende Hinzufügen neuer Materialien.</p>
<p>Studierende sind nun nicht mehr nur an das verpflichtende Lernangebot gebunden, sondern können je nach Lernfortschritt ihr Wisssen ergänzen und die bereitgestellten Ressourcen optimal ausnutzen. E-Learning wird hier sehr intensiv praktiziert und kann als dynamische, interaktive Lernmöglichkeit angesehen werden.</p>
<p>Für die Kursbetreuung bedeuten solche Online-Portale einen erheblichen Mehraufwand im Vergleich zu einfacheren E-Learning-Kursen. Es ist jedoch für eine individuelle Entwicklung der Lernenden gesorgt und durch die laufende Kursbearbeitung bleibt das Online-Material hoffentlich einigermaßen aktuell.</p>
<p>Leider gibt es an der <a title="Technischen Universität Wien" href="http://www.tuwien.ac.at" target="_blank">Technischen Universität Wien</a> nur einige wenige Lehrveranstaltungen, die ein solches Online-Angebot bereitstellen. Nicht zuletzt sind auch die begrenzten Ressourcen der Institute und des Universitätsbudgets dafür verantwortlich. Positiv anzumerken ist, dass es trotzdem einige aufopferungsvolle Mitarbeiter, Tutoren und Studenten gibt, die versuchen ein möglichst attraktives Lernmedium in Form von &#8220;Klasse-3-E-Learning-Kursen&#8221; zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Die oben vorgenommene Kategorisierung kann sicher nicht als vollkommen angesehen werden und auch eine eindeutige Klassifizierung jeder Lehrveranstaltung ist aus meiner Sicht nicht oder nur sehr schwer möglich. Weiters kann auch keine Kategorie als gut oder schlecht angesehen werden, da es sowohl von der Zielgruppe als auch vom Inhalt der jeweiligen Lehrveranstaltung abhängt, welches E-Learning-Szenario am besten geeignet scheint.</p>
<p>Trotzdem ergibt sich daraus ein Einblick, wie E-Learning im heutigen Hochschulbetrieb eingesetzt wird und wo Probleme bzw. Konfliktpunkte liegen. Es ist offensichtlich, dass die aktuelle Situation einiger Verbesserungen bedarf, jedoch kann nicht verschwiegen werden, dass diese mit intensiven Aufwänden auf unterschiedlichen Ebenen verbunden sind. Dieser Artikel soll daher zur Diskussion und zur Ideensammlung zum Thema &#8220;E-Learning an Hochschulen: Eine Drei-Klassen-Gesellschaft?&#8221; anregen.</p>
<p>Ich bin gespannt, wie sich diese Drei-Klassen-Gesellschaft in der Zukunft weiterentwickelt und ob wir uns in einigen Jahren über ein teures, betreuungsaufwändiges, dafür aber reichhaltiges E-Learning-Angebot freuen dürfen, welches sich nicht durch simples Filehosting auszeichnet.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ist Wissensarbeit 2.0 traumhaft oder traumatisch?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 20:44:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Tesar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Medienalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Cybertrends]]></category>
		<category><![CDATA[Für & Wider]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Titelfrage stellt Andrea Back in Ihrem ersten Aufruf zur Teilnahme am &#8220;WissensWert Blog Carnival Nr. 1&#8243;. Zu Beginn meiner Antwort soll geklärt werden, was es mit dem Begriff der &#8220;Wissensarbeit&#8221; auf sich hat.  Eine erste Recherche via Duden und Wikipedia brachte keine Ergebnisse. Also weiter, nun muss eine bekannte Suchmaschine herhalten. Mal sehen, welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Titelfrage stellt <a title="business20.ch" href="http://www.business20.ch/" target="_blank">Andrea Back</a> in Ihrem ersten Aufruf zur Teilnahme am <strong><a title="WissensWert" href="http://wissenswert.iwi.unisg.ch/" target="_blank">&#8220;WissensWert Blog Carnival Nr. 1&#8243;</a></strong>.</p>
<p>Zu Beginn meiner Antwort soll geklärt werden, was es mit dem Begriff der &#8220;Wissensarbeit&#8221; auf sich hat.  Eine erste Recherche via Duden und Wikipedia brachte keine Ergebnisse. Also weiter, nun muss eine bekannte Suchmaschine herhalten. Mal sehen, welche Informationen diese zu dem Begriff preis gibt. Und siehe da, gleich der erste Treffer liefert ein brauchbares Ergebnis:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wissensarbeit leistet, wer Wissen erwirbt, oder bestehende Wissensinhalte so umwandelt und kombiniert, dass neue Einsichten und Erkenntnisse entstehen. &#8221; siehe <a title="wissensarbeit.de" href="http://www.dienstleistungsarbeit.de/wissensarbeit/kwm-wissensarbeit/kwm_wissensarbeit.html" target="_blank">wissensarbeit.de</a></p></blockquote>
<p>Ein weiterer Treffer führt zur Diplomarbeit <a title="Wissensarbeit mit Social Software" href="http://tautoko.info/JohannesKleske-Diplomarbeit-WissensarbeitSocialSoftware.pdf" target="_blank">&#8220;Wissensarbeit mit Social Networks&#8221;</a> von <a title="Johannes Kleske" href="http://tautoko.info/" target="_blank">Johannes Kleske</a>. Er definiert Wissensarbeit wie folgt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wissensarbeit ist [...] das Hantieren mit und das ständige Überarbeiten von Wissen, das sich fortwährend weiterentwickelt.&#8221; S. 8 und weiter<br />
&#8220;Lebenslanges Lernen ist eine Grundbedingung für einen Wissensarbeiter. Er muss offen gegenüber Neuem sein und dies in einen Kontext einordnen können. Um mit der Informationsflut zurechtzukommen und sie sogar zu nutzen, braucht ein Wissensarbeiter Techniken zum Sortieren, Analysieren und Archivieren von relevanten Informationen.&#8221; S. 10</p></blockquote>
<p>Gut, wir hätten einen groben Überblick über die Thematik. Offensichtlich drängt sich der Vergleich des Wissensarbeiters mit einem Wissenschaftler auf und allzu große Unterschiede in den inhaltlichen Definitionen sind wohl nur schwer auszumachen. In der <a title="Wikipedia: Wissenschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft" target="_blank">Wikipedia</a> wird Wissenschaft / Wissenschaftler wie folgt definiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wissenschaft ist die Erweiterung des Wissens durch Forschung, seine Weitergabe durch Lehre, der gesellschaftliche, historische und institutionelle Rahmen, in dem dies organisiert betrieben wird, sowie die Gesamtheit des so erworbenen menschlichen Wissens.&#8221;</p></blockquote>
<p>Als vordergründig einziger Unterschied ist festzuhalten, dass die Wissensarbeit per Definition die Lehre nicht umfasst. Eine genaue Differenzierung der beiden Begriffe würde wohl den Rahmen dieses Beitrages sprengen und auch am Thema vorbeizielen. Die Gemeinsamkeiten: Wissensarbeit umfasst ebenso wie Wissenschaft das Lernen, Hinterfragen, Zusammenfassen, Reflektieren &#8211; es spiegeln sich hier die Grundkonzepte der wissenschaftlichen Arbeit wieder. Bedeutet das nun in Folge: Wissenschaft = Wissensarbeit + Lehre? Vermutet darf es werden.</p>
<p>Bleibt zu klären, was unter Wissensarbeit 2.0 zu verstehen ist. Es zeigt sich immer mehr, dass &#8220;2.0&#8243; zum Schlagwort der heutigen Zeit geworden ist. Der Begriff &#8220;Web 2.0&#8243; wird oftmals überstrapaziert, auch wenn sich die wenigstens konkret etwas darunter vorstellen können. Viele betrachten das Web als das was es ist, egal ob Web 1.0 oder 2.0 oder X.0 drauf steht. User generated Content, jeder kann Autor werden / sein, dominiert das heutige Web. Neben professionell aufbereiteten Inhalten unterschiedlichster Verlage, Agenturen, Institutionen und Firmen stehen immer mehr Inhalte von Laien zur Verfügung. Das Web ist dadurch eine Wissensquelle, Unterhaltungswelt, Spielwiese, Marketingmaschine und letztendlich für viele auch tagtägliche Arbeitsstätte.</p>
<p>Technisch hat sich an den Grundlagen nicht viel verändert, aber die aktive Partizipationsmöglichkeiten und vor allem die Vereinfachungen des Zugangs zu den selbigen lassen es verständlich erscheinen, von einer neuen Version des Internets zu sprechen.</p>
<p>Somit lässt sich der Begriff &#8220;Wissensarbeit 2.0&#8243; dazu zusammenfassen, dass man Wissensarbeit betreibt, unterstützt von den zahlreichen Möglichkeiten des Web 2.0, des &#8220;Mitmach-Webs&#8221;, und dazu auch alle Kommunikationsformen der heutigen Zeit nutzt.</p>
<p>Um nicht allzu weit auszuholen: Was früher der Reiter mit einer Nachricht war, später der Brief und das Telefon sind heute E-Mail und Handy. Was früher Zeitungen, Bücher und Bibliotheken waren, sind heute Webmagazine, Blogs, digitale Bibliotheken mit Suchmaschinen. Fast keine der traditionellen Informationsübermittlungsmethoden bzw. Informationsquellen sind verschwunden, sie werden nach wie vor parallel zu den neuen Methoden angeboten und genutzt. Jedoch: Heute dominieren Online-Dienste die Informationsübermittlung. E-Mails sind nicht mehr wegzudenken, RSS-Feeds dienen der gefilterten Informationsbeschaffung aus einer Vielzahl von Quellen und Kurznachrichten via Twitter erfüllen neben sozialen Aufgaben auch informative.</p>
<p>Aber welche Vor- und Nachteile bringen die neuen Informationstechnologien für die Wissensarbeit mit sich?</p>
<p><strong>Kann ich mit Web-2.0-Tools effektiver mit Information und Wissen umgehen?</strong></p>
<p>Ob man mit Web 2.0-Tools effektiver mit Informationen und Wissen umgehen kann als ohne sie, ist eine Frage, die jeder für sich beantworten muss. Sicher ist es einfacher geworden auf Informationen zu zugreifen, vor allem auch die Geschwindigkeit der Informationsweitergabe ist deutlich gestiegen. Damit ist aber auch die Informationsdichte in die Höhe geschnellt und wir werden beinahe mit einer Unmenge an Informationen und somit auch Wissen überrollt. Folglich kommt es darauf an, wie jeder für sich die Konsumation von Informationen organisiert. Erst dann kann entschieden werden, ob dies effektiv ist oder nicht.</p>
<p>Vielfach kann auch beobachtet werden, dass Wissensarbeit mit Web 2.0 Tools von dem &#8220;sich im Web verlieren&#8221; bzw. &#8220;Lost in Cyberspace&#8221; begleitet wird. Schnell folgt man einem interessanten Link, liest, recherchiert weiter und entfernt sich zunehmend vom eigentlichen Thema.</p>
<p>Es kommt aber auch darauf an, wie man die Effektivität messen / beziffern möchte, mit der man Informationen und Wissen bezieht / verarbeitet oder nutzt. Es bedarf einer entsprechenden Portion Selbstdisziplin sich im Falle einer gezielten Informationsbeschaffung nicht zu sehr von der eigentlichen Rechercheaufgabe ablenken zu lassen.</p>
<p>Positiv entwickelt sich die Verwendung von sozialen Netzwerken zur gezielten und effektiven Weitergabe von Informationen. Freunde / Kollegen empfehlen einem interessante Links auf Texte und Inhalte, von denen sie glauben, dass sie einen interessieren könnten. Hin und wieder ist die ein oder andere Empfehlung unbrauchbar, aber im Großen und Ganzen funktioniert diese Art der Informationsweitergabe -  die persönliche Empfehlung &#8211; sehr gut.</p>
<p>Man kann Web 2.0 Tools auch für eine effektivere Informationsbeschaffung und -verarbeitung heranziehen als dies mit traditionelleren Methoden möglich wäre, wenn man es schafft, die Informationen (deren Dichte, durch das Medium Internet bedingt, steigt) gezielt zu organisieren und die verwendeten Tools korrekt einzusetzen. Letzteres setzt voraus, dass man sich mit den verwendeten Diensten / Angeboten intensivst auseinandersetzt und den Umgang mit diesen erlernt, denn viel Zeit verstreicht durch die falsche Anwendung oder den falschen Einsatz und dann ist der Zeitgewinn durch die Web-Technologien, den man auch durchaus als Faktor zur Effektivität der Informationsbeschaffung hinzurechnen muss, wieder verloren.</p>
<p><strong>Verbessern sich die Produktivität und Qualität der Arbeit?</strong></p>
<p>Kurz und bündig: Meiner Meinung nach nicht. Warum? Es liegt am eigenen Arbeitsstil und der Selbstmotivation wie produktiv und qualitativ man arbeitet oder nicht. Und ob Informationen aus traditionellen Medien gewonnen werden oder aus den &#8220;neuen&#8221; (welche anschließend kritisch hinterfragt werden müssen), spielt für die Qualität kaum eine Rolle &#8211; vielleicht beim Aspekt der Aktualität der Informationen.</p>
<p>Wichtig ist hier vielmehr, wie vorliegende Informationen bewertet werden. Die Information per se kann sowohl aus einem Buch von guter Qualität sein, wie auch z.B. aus dem Internet oder einer beliebigen anderen Quelle. Es obliegt der eigenen kritischen Betrachtung das Beste aus seinen Quellen herauszuholen.</p>
<p><strong>Werden die Vorteile der neuen Arbeitsmittel durch negative Seiteneffekte überkompensiert?</strong></p>
<p>Vermutlich ja. Nach wie vor eine große Unbekannte in der Anwendung der neuen Arbeitsmittel bzw. der Web 2.0 Technologien oder des Internets ist die Reaktion der Gesellschaft oder sollte man besser sagen die Auswirkungen auf die Gesellschaft?! Wie geht die Gesellschaft mit einem Überangebot an Unterhaltungsmedien und Informationen via Internet um? Wie sehr verändern die neuen Methoden zur Wissensvermittlung und -generierung die Gesellschaft? Wird der sozial isolierte und gleichzeitig gläserne Mensch Wirklichkeit?</p>
<p>Um diese Fragen zu beantworten gibt es das Internet, in Relation zum Bestehen der Menschheit, noch viel zu kurz. Erste Anzeichen einer Überkompensation &#8211; einem Überwiegen der Nachteile &#8211; sind sicher zu erkennen und sollten sehr wohl ernst genommen werden. Burn-Out, Reizüberflutung und mangelnde Sozialkompetenzen sind nur einige Schlagwörter, die immer wieder zu lesen sind.</p>
<p>Unabhängig davon muss man Informationen aus dem Internet stets kritisch hinterfragen und verifizieren. Eine gesunde Skepsis muss gewahrt bleiben, Lehrende müssen Lernenden an eine Arbeitsweise heranführen, die es erlaubt Informationen zu prüfen und gleichzeitig versucht die Weiterverbreitung von Falschinformationen zu unterbinden. Das ist wohl die größte Herausforderung in der Nutzung des Internets und Web 2.0 als Informationsquelle.</p>
<p>Mittels korrekter Wissensarbeit (oder besser: korrekter wissenschaftlicher Arbeit?), die man von  Grund auf gelernt hat, ist man in der Lage potentiell falsches oder ungültiges Wissen von richtigem, wahrem Wissen zu unterscheiden. Der Aufwand Wissen aus dem Web zu verifizieren ist sicher zu dem Recherche-Aufwand der Wissensarbeit vergangener Tage hinzuzurechnen. Früher gab es kein Internet, die Verifikation beschränkte sich meist auf gedruckte Publikationen. Folglich steigt in der heutigen Zeit der Aufwand, denn ich bezweifle, ob der leichtere und schnellere Zugriff auf (ehemals gedruckte) Publikationen über das Internet den Mehraufwand wett machen kann.</p>
<p>Und ein weiterer Nachteil darf nicht unerwähnt bleiben: Für unehrliche Wissensarbeiter ist es mittlerweile deutlich einfacher geworden fremdes Wissen als ihr eigenes auszugeben. Fast nichts mehr ist leichter, als Webseiten zu kopieren und in die eigene Arbeit aufzunehmen. Dass in diesen Fällen auch korrekte Zitate und Quellenangaben nötig sind, wird oftmals (un)wissentlich vergessen.</p>
<p><strong>Wie verläuft der persönliche Lernprozess, sich diese Arbeitspraktiken anzueignen?</strong></p>
<p>Mein persönlicher Lernprozess ist von einem fortwährenden &#8220;learning-by-doing&#8221; gekennzeichnet, begleitet von einem konsequenten kritischen Hinterfragen, welche Vor- und Nachteile eine neue Arbeitspraktik mit sich bringt. Ein jedes Ausprobieren einer neuen Technologie oder Dienstes zeigt, dass man die Selbstdisziplin besitzen muss, sich von den eigenen zentralen Aufgaben nicht zu sehr zu entfernen und sich nicht ablenken lassen darf &#8211; was in der anfänglichen &#8220;Alles-ist-neu-und-muss-probiert-werden&#8221;-Phase sicher nicht für jeden ganz einfach ist.</p>
<p>Und dennoch sollte man in der virtuellen Welt der Informationen niemals auf die Realität vergessen: Mit jedem neuen Tool, das man einsetzt, verbringt man noch mehr Zeit vor dem Rechner.  Lösten anfangs statische Webseiten und die Nutzung von E-Mails uneingeschränkte Freude aus, müssen E-Mails heute schon gut vorsortiert und von Spam befreit werden, um effektiv gesichtet und bearbeitet zu werden. RSS erleichterte die Aufbereitung von Informationen und man war stets aktuellst informiert &#8211; nun hat man mehrere Dutzend Feeds abonniert und stellt sich die Frage: Wann liest man denn das alles? Und dann noch unzählige Foren und Blogs, an denen man partizipiert&#8230; Also an Informationen und Verarbeitungsmöglichkeiten mangelt es sicher nicht, sondern an der Zeit!</p>
<p>So komme ich zum Schluss: Nicht jede neue Arbeitspraktik muss mitgemacht werden, nicht alles muss ausprobiert werden. Man sollte sich sein ganz persönliches Portfolio &#8211; den eigenen Werkzeugkasten &#8211; zusammenstellen, mit dem man der Informationsflut entgegen treten möchte.</p>
<p>Und um die Eingangsfrage zu beantworten: Wissensarbeit ist traumhaft. Neue Methoden und Anwendungen im Web erleichtern den Zugriff auf Informationen und Wissen. Nachteile sind natürlich vorhanden &#8211; kein Vorteil ohne Nachteil &#8211; aber letztendlich entscheidet man selbst, wie stark die Nachteile ausfallen: Wenn man sich gut organisiert sowie die aggregierten Informationen entsprechend filtert und aufbereitet, dann kann man durchaus von effektiver und gewinnbringender Wissensarbeit mit dem Internet (Wissensarbeit 2.0) sprechen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Information zu den Kategorien</title>
		<link>http://bloghauszweinull.net/2009/01/15/neues-aus-der-wissenschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 18:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dorit Günther</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aus der Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Bloghaus 2.0 bietet folgende Inhaltskategorie für Beiträge an: Pinnwand: hier werden Kurznachrichten rund um das Blogprojekt selbst, Aufrufe zur Mitarbeit und Informationen zu Systemupdates veröffentlicht Aus dem Medienalltag: Fallbeispiele und Konzepte aus der (hochschulischen) E-Learning-Praxis (eigene Erfahrungen, Erfahrungen von Kollegen, Erfahrung von Studierenden) Aus der Wissenschaft: Berichte und Diskussion  zu wissenschaftlichen Tagungen, Veröffentlichungen bzw. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bloghaus 2.0 bietet folgende Inhaltskategorie für Beiträge an:</p>
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<li><strong>Pinnwand</strong>: hier werden Kurznachrichten rund um das Blogprojekt selbst, Aufrufe zur Mitarbeit und Informationen zu Systemupdates veröffentlicht</li>
<li><strong>Aus dem Medienalltag</strong>: Fallbeispiele und Konzepte aus der (hochschulischen) E-Learning-Praxis (eigene Erfahrungen, Erfahrungen von Kollegen, Erfahrung von Studierenden)</li>
<li><strong>Aus der Wissenschaft</strong>: Berichte und Diskussion  zu wissenschaftlichen Tagungen, Veröffentlichungen bzw. Fragestellungen zum Thema E-Learning</li>
<li><strong>Veranstaltungen</strong>: Berichte über diverse fachbezogene Veranstaltungen</li>
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<li><strong>Bloghaus-Publikationen</strong>: der Ort für formalere „Publikationen“ von Stamm-/Gastautoren, z. B. Studien, Essays, Themenspecial (Dokumente auch zum Download)</li>
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<li><strong>Dies &amp; Das</strong>: Kategorie für Beiträge, die in keine der vorgegebenen Kategorien passen</li>
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<p>Bei Bedarf können die Kategorien verändert oder erweitert werden.</p>]]></content:encoded>
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