GML² 2010 in Berlin

15. Februar 2010 – 16:35 von Michael Tesar

Und noch eine interessante Konferenz findet im März 2010 in Berlin statt: Die “GML² – Grundfragen Multimedialen Lehrens und Lernens” wird zum achten Mal veranstaltet und zwar im Konrad-Zuse-Zentrum in Berlin-Dahlem.

Diesen Grundfragen widmen sich auch meine Kollegen, Alexander Hofmann und Robert Pucher (beide FH Technikum Wien, Institut für Informatik), gemeinsam mit mir in unseren Beiträgen zum QUADRO Projekt, das sich u.a. mit Web 2.0 Techniken in der Lehre beschäftigt. So freut es uns, dass wir ein Forum zum Thema: “Das QUADRO Projekt. Gründe für Dropout-Raten und Möglichkeiten zur Senkung” anbieten dürfen, das viel Raum zur Diskussion zur Verfügung stellen wird.


Moodlemoot 2010 in Berlin

2. Februar 2010 – 10:01 von Michael Tesar

Moodlemoot 2010 BerlinDie deutsche Moodlemoot 2010 steht vor der Türe – diesmal vom 25. bis 26. März in Berlin Adlershof. Diese Konferenz hat wieder einiges zu bieten! Neben einer sehr netten Community auch ein dicht gefülltes Programm, wo es sicher schwer sein wird, sich für einzelne Beiträge zu entscheiden – bei bis 9 Tracks parallel kein Wunder!

Da wären mal die Pre-Conference-Workshops am 23. und 24. März: Neben dem schon  beinahe obligatorischen Entwicklerworkshop mit David Mudrak und Petr Skoda vom Moodle Core Team,  geht es in den Workshops heiß zur Sache! Bei Sieglinde Jakob-Kuehn wird im Moodle Basiskochkurs kein Fast Food gekocht, sondern Moodlegerichte höchster Güte. Bei Stefanie Sieber und mir kann man sich so richtig austoben und gemeinsam mit uns sein bestehendes Lehrkonzept Moodle-tauglich machen: Blended Learning mit Moodle-Unterstützung – Übertragung klassischer Lehrkonzepte und Lerninhalte in Blended Learning Szenarien. Wir zeigen, wie man mit wenig Aufwand rasch zu guten Ergebnissen kommt.  Darüber hinaus steht die Pre-Conference ganz im Zeichen von Kollaboration – bei Gisela Hillenbrand et al. kann man Kollaborativ Arbeiten mit Moodle und Stefan Rinke zeigt auf: Teams sind Trumpf. Moodle für effektives kooperatives Lernen einsetzen.

Die Hauptkonferenz wird mit einer Keynote eröffnet, die nicht spannender sein könnte:

Gilly Salamon wird über E-Moderating: The Key to Teaching und Learning Online sprechen. Gilly beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Thema. Bekannt ist sie vielen wahrscheinlich durch Ihr gleichnamiges Buch oder einem der Standardwerke im Bereich e-Learning: e-Tivities, The Key to Active Online Learning (oder auch auf Deutsch: e-Tivities, der Schlüssel zu aktivem Online-Lernen).

Weiter geht es mit einer Vielzahl an Vorträgen und kleineren Workshops. Die Tracks sind in Themenbereiche unterteilt, die eine leichtere Orientierung bieten sollen, so zum Beispiel: Moodle an Hochschulen; Technik, Groß-Systeme; Didaktik und Spezielle Szenarien; Internationale Projekte; Moodle und externe Tools; Weiterbildung; Tests und Prüfungen; u.v.m.

Mein Kollege Gerd Holweg (FH Technikum Wien) und ich werden im Track “Tests & Prüfungen” über e-Prüfungen mit Moodle, Vorteile, Nachteile, Erfahrungen und Motive berichten. Wir werden aus unserem langjährigen Erfahrungsschatz berichten und freuen uns auf spannende Diskussionen mit dem Auditorium.

Ralf Hilgenstock berichtet über MiniMoodle oder Moodle Extended und stellt Moodlesysteme vor, die ganz nach Ihren Bedürfnissen adaptiert werden.

Passend dazu berichte ich über Rapid e-Learning mit Moodle und stelle Tools und Tricks vor, wie man ohne allzu großem Aufwand zu technisch gutem Content kommt.

Ein Highlight für uns selbst ist der Freitag, wo wir am Vormittag die MoodleDocs – Das Moodle-Community-Projekt live erleben einerseits vorstellen, andererseits “Recruiting” betreiben und aktiv auf die Suche nach neuen Mitgliedern sein werden. Damit sich ein jeder vorstellen kann, wie wir zusammenarbeiten, stellen wir uns im Rahmen dieses Mini-Workshops persönlich vor. Gisela Hillenbrand, Jörg Weissenhorner, Manfred Roos und ich freuen uns auf Sie!

Das vollständige Programm finden Sie auf http://www.moodlemoot.de.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit der Community in Berlin! :-)


2. E-Learning-Tag der TU Kaiserslautern

8. November 2009 – 16:06 von Monika Haberer

Veranstaltungshinweis:

Das eTeaching Service Center (DISC/eTSC) veranstaltet am am 18.11.2009 den 2. E-Learning-Tag der TU Kaiserslautern.

Die Veranstaltung zeigt einen Querschnitt der E-Learning-Aktivitäten, die in den letzten Semestern in verschiedenen Fachbereichen der TU entstanden sind, und bietet einen Einblick in ausgewählte E-Learning-Entwicklungen anderer Hochschulen.

Präsentiert werden Blended-Learning-Konzepte, kollaborative E-Szenarien, interaktive Lernmaterialien und Studierendenprojekte, die mit verschiedenen Tools – vom Learning-Management-System bis hin zu Web 2.0-Anwendungen wie Podcasts, Blogs und Wikis – umgesetzt werden und an spezifische Lehrkontexte angepasst sind.

Die Teilnahme am E-Learning-Tag ist kostenlos, weitere Informationen zur Tagung und Anmeldung sind hier zu finden:

http://www.etsc.uni-kl.de/etag

Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!


Sprachen lernen im Web 2.0

29. Oktober 2009 – 20:53 von Anna Kirchweger

Es gibt vielerlei Möglichkeiten eine Sprache zu lernen. Abseits eines physischen Sprachkurses tummeln sich Trainingsprogramme für den PC, Audio CDs mit Arbeitsbüchern, Podcasts oder auch Online-Kurse mit Vokabel- und Grammatiktraining.

Dieses Angebot ist sehr vielfältig, jedoch lässt es keine Interaktion mit anderen Sprachschülern zu. Anders ist das bei Webportalen welches das Erlernen einer Sprache mit einem sozialen Netzwerk verbindet.
Bekannt dafür sind livemocha und busuu. Beide Portale sind geteilt in einen kostenlosen und einen kostenbehafteten Bereich, der mehr Übungsmaterialien enthält.

Bei busuu hat die online community mehr Gewicht als bei livemocha, außerdem verwendet es eine Art Belohnsystem, welches den Spaßfaktor steigert. Es wird deshalb im weiteren Text vorgestellt.
Die Benutzer bei busuu verfügen über einen Zugang zu audiovisuellen online Kursen in fünf verschiedenen Sprachen (Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Deutsch). Neben den Kursen, die auf dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) aufgebaut sind, ist es den Teilnehmern möglich sich direkt mit anderen Mitwirkenden der community auszutauschen. Somit ist jeder Benutzer Student in einer Fremdsprache und gleichzeitig Lehrer seiner Muttersprache.

Die Plattform selbst hat ein sehr einladendes, freundliches Design, mit einem persönlichen Sprach-Garten (in Gestalt eines Vektorgrafik-Gartens), der durch den Lernfortschritt gedeiht und wächst.

Die Kurseinheiten sind gegliedert in Vokabeln, einem Dialog, einer Schreibaufgabe, der Möglichkeit eines Chats und eines Quizzes. Als zahlendes Mitglied, sind noch einige Zusatzfunktionen, wie z.B. sich die Inhalte der Lehreinheit als Text und Audio-Datei offline zu speichern, aktiviert.
Die Schreibaufgabe wird direkt nach dem Absenden in die community geladen und von anderen Benutzern sofort korrigiert. Für die Absolvierung einer Lehreinheit und auch durch die Korrektur einer eingestellten Schreibaufgabe erhält man Anerkennungssymbole bzw. Abzeichen.
Diese Abzeichen dienen als Belohungssystem und zeigen den anderen Usern wie aktiv man beim Lernen und in der community ist. Dieses Belohnsystem soll die Motivation am Lernen erhöhen. Außerdem wird der oben angesprochene Garten immer prachtvoller.

Die Benutzeranmeldungen zeigen dass dieses Konzept sehr erfolgreich ist, denn 16 Monate nach dem Start des Portals registrierten sich 170.000 Benutzer aus über 200 Ländern.

Ich finde es ein herausragendes Projekt, welches Lernen und auch Spaß vereint. Es ist außerdem eine Möglichkeit mit unterschiedlichen Individuen in Kontakt zu treten und somit aus erster Hand mehr über die Menschen und Kultur des Landes zu lernen, von dem man die Sprache lernen möchte.


MoodleMoot 2009: Keynote über die Gesellschaft im Medienmodell

25. September 2009 – 20:02 von Romana Feichtinger

Am 24. und 25.9.2009 fand in der TU Wien die MoodleMoot 2009 statt.

Die heutige Keynote wurde von o. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer, Professor der Universität Wien, vorgetragen. Damit hinterließ er sicherlich nicht nur bei mir einen bleibenden Eindruck, weswegen ich hier ein paar seiner Theorien festhalten möchte.

Mehr als die Folien die eigentlich als Einleitung geplant waren, konnte Bauer in der gegebenen Zeit zwar nicht vortragen, diese hatte es jedoch bereits in sich: Von der ontischen Ebene des Seins, bis hin zu dem Fakt dass eine Zeitung von uns nur deshalb als Zeitung angesehen wird weil wir sie dafür halten, schnitt Bauer eine Vielzahl von philosophischen Themen an, die meist nur im weiteren Sinne mit der Thematik des Lernens zu tun haben. Einen wesentlichen Teil seines Vortrages machte die Konstruktion eigener Wirklichkeiten aus.

Bauer startete mit der Theorie, dass eine Gesellschaft kein in sich geschlossenes Gebilde darstellt, sondern durch Kommunikation unter Individuen definiert wird. Er legt Kommunikation dabei jedoch nicht als die klassisch-technische Variante aus, bei der eine Nachricht sich über ein Medium von Sender zu Empfänger bewegt. Er definiert das Medium nicht als das Mittel sondern als den Ort der Kommunikation. Weiters beschreibt er Kommunikation als den Ort zur Konstruktion der Wirklichkeit. Durch die Kommunikation und Interaktion mit anderen Personen können wir also eine eigene Wirklichkeit erzeugen und uns in dieser bewegen.

Eine weitere Theorie war, dass mediale Inhalte für die aktuelle Gesellschaft eine höhere Relevanz aufweisen als Themen, die nicht in den Medien vertreten sind. Dies könnte man meiner Ansicht nach allerdings auch vice versa betrachten, Inhalte die in den Medien dargestellt werden, werden schließlich als für die Allgemeinheit wichtig betrachtet und aus eben diesem Grund publiziert. Bauer spricht hier jedoch von einer „favorisierten Wahrnehmung“ der möglichen Themenbereiche. So gewinnen auch soziale Netzwerke, die über das Internet gebildet und aufrecht erhalten werden, stets an Relevanz. Sie werden sogar so wichtig, dass sich manche Personen rein dadurch definieren und der Weg zurück in die nicht-virtuelle Wirklichkeit immer schwieriger wird. Hieraus ergibt sich schlussendlich auch die Suchtgefahr, man wird Gefangener seiner selbstkonstruierten Wirklichkeit.

Um doch noch direkter auf das Thema Lernen einzugehen, sprach Bauer davon, dass Lehrer den „inneren Schüler“ in sich zu finden versuchen sollten. Versetzt man sich in die Lage anderer Personen, was durch eine offene Gesellschaft und somit auch eine offene Kommunikation erleichtert wird, so gelingt auch das Rekonstruieren und Verstehen anderer Wirklichkeiten.

Bauer erläutert Wissen als eine kommunikative Konstruktion. Er meint, man müsse Optionen wahrnehmen und ausprobieren. Scheitern ist hierbei ein „notwendiges Mittel zur Wirklichkeitskonstruktion“. Weiterführend entsteht Kompetenz aus dem Ausprobieren von Konstruktionen, die man sich dann zu Eigen machen kann. Was Bauer an den Möglichkeiten der neuen Medien stört, ist die Betitelung von Infotainment und Edutainment, die seiner Meinung nach das Vergnügen an Information und Ausbildung herabwürdigt. Diese Art des Lernens stellt schließlich einen Fortschritt dar und sollte besser genützt werden, um es den Menschen weiterhin in den unterschiedlichsten Varianten zu ermöglichen, sich Kompetenzen anzueignen.

Fazit: o. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer hielt einen hoch philosophischen Vortrag, der in den Räumlichkeiten einer technischen Universität und vor einem großteils technischen Publikum manchem sicherlich als fehl am Platze erscheinen mag. Meiner Meinung nach stellte dies allerdings nicht nur eine Einführung mit vielen Dankanstößen dar, der Vortrag erinnerte auch daran dass es stets mehrere Sichtweisen auf ein und dasselbe Themengebiet gibt. Technische, psychologische und philosophische Ansätze führen schlussendlich alle zum selben Schluss: die Kommunikation ist der Schlüssel des Miteinanders, ob reell oder virtuell.

Die komplette Präsentation von o. Univ. Prof. Dr. Thomas A. Bauer ist auf seiner Website zu finden: Moodle_Conf_TU_9-09_Medienkompetenz.ppt