KinderuniTechnik 2009

22. Juli 2009 – 12:32 von Michael Tesar

Klimaschutz – was ist das? Das Kyoto-Protokoll für Kinder

So lautet der Titel einer unserer Beiträge vom Fachbereich Rechtswissenschaften für die heurige Kinderuni an der Technischen Universtität Wien. Da es diesmal einen Klima-Schwerpunkt gibt, eignet sich dieser Beitrag umso mehr, Kindern etwas über Klimaschutz und die ambitionierten Ziele des Kyoto-Protokolls zu erzählen.

Klar, dass das zwar wissenschaftlich passiert, aber eben kindgerecht aufbereitet. Das verlangt einiges an Umdenken beim Lehrenden – kindgerechte Formulierungen wollen geübt sein ;-) Und wie es sich für “moderne Lehrveranstaltungen” gehört, dürfen neben der Standard-Präsentation via Beamer Videos, Animationen und Podcasts auf keinen Fall fehlen…

Zu unserer Überraschung waren die Kids von dem Medien-Mix sehr begeistert – die meisten kannten multimedialen Unterricht überhaupt nicht. Da gab es plötzlich bunte und mit Bildern versehene Folien zu lesen, da gab es Animationen, die den Treibhauseffekt erklärten und einen Podcast, der klar machte, dass auch Erwachsene nicht immer wissen, was der Treibhauseffekt eigentlich ist.

Wir haben hier die wichtigsten Quellen, die wir verwendet haben, zusammengetragen – selbst für uns Erwachsene sind hier noch sehr spannende Dinge zu finden ;-)

Klimatissimo – Die Kinder-Plattform für Klimaschutz

Klimaschutz aktuell – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, D

BMU-Kinderseite – Kinderseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, D

Schnappfisch – der Treibhauseffekt einfach erklärt (Podcast)

Animation zum Treibhauseffekt – ARD, Tagesschau

Leider ging sich aus Zeitgründen der allseits beliebte Klassiker: “Die Sendung mit der Maus” nicht mehr aus, zu sehr wurde mit den Kindern die Problematik des Treibhauseffektes, der globalen Erwärmung und die Maßnahmen dagegen diskutiert… Dennoch, hier zwei spannende Links…

Batterierecycling

Biotonne

Lernen mit dem MP3-Player, geht das?

Zur Abrundung der heurigen KinderuniTechnik bieten wir auch wieder unseren Workshop “Lernen mit dem MP3-Player, geht das?” an. Dieser Workshop war letztes Jahr bereits zweimal ausgebucht und ist es auch heuer wieder ;-)

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden einfach und verständlich alle Schritte der professionellen Podcast-Produktion erläutert – von der Idee, über das Brainstorming, ersten Skizzen, dem Storyboard bis hin zur Aufnahme, dem Schnitt und der Veröffentlichung ist alles dabei.

Das Ergebnis des letzten Jahres kann auf www.el3.at/kinderuni nachgehört werden. Natürlich dürfen auch hier Demo-Beispiele nicht fehlen, so haben wir einen interessanten Podcast zur Thematik Spam gefunden und sehr beliebt ist der Vidcast “Blitzer” aus der “Sendung mit der Maus” zum Abschluss des Workshops.


CfP: E-Learning: Hexenkessel oder Zauberstube?

26. Juni 2009 – 21:40 von Michael Tesar

Endlich ist es soweit! Der erste Call for Participation / Papers ist online!

E-Learning: Hexenkessel oder Zauberstube?

Erfahrungen und Ideen von Lernenden

Wir möchten allen interessierten Lernenden – Studierenden und auch E-Lernenden außerhalb von Hochschulen eine erste Publikationsmöglichkeit bieten und laden Sie daher ein, einen aktiven Part an unserem ersten E-Book zu übernehmen.

Dieses E-Book soll Ende 2009, dem Gedanken des Open Access folgend unter der Creative Commons License (by-nc-nd, 3.0) erscheinen. Die Beiträge von E-Lernenden bilden den zentralen Inhalt dieses Buches, abgerundet wird die Ausgabe mit Editorials der HerausgeberInnen.

Alle Informationen dazu finden Sie auf www.bloghauszweinull.net/cfp.

Einreichfrist für Abstracts bis Freitag, 10. Juli 2009 verlängert!


Aktivierendes E-Learning 2.0

16. Juni 2009 – 13:12 von Michael Tesar

Ein Erfahrungsbericht über 10 Jahre E-Learning-Einsatz am Fachbereich Rechtswissenschaften der TU Wien ist ab sofort auf dem Open Access Server des Fachportals für Pädagogik, pedocs, abrufbar.

Eine Kurzzusammenfassung:

“Dieser Beitrag zeichnet die etwa zehnjährige, organische Entwicklung einer universitären Großlehrveranstaltung an der Technischen Universität Wien (A) zum modernen E-Learning-Kurs nach. Die beschriebene Vorlesung mit Übung „Daten- und Informatikrecht“ wendet sich an Technikstudierende und wird von 350-500 Personen pro Semester besucht. Für diese Lehrveranstaltung wurde ein Modell „Aktivierender Lehre“ entwickelt, das auf die persönliche und fachliche Involvierung eines möglichst großen Teils der Gesamtgruppe ausgerichtet ist. Ab 1998 wurden begleitende Materialien auf Webseiten für geschlossene Nutzergruppen bereitgestellt; hinzu kam in der Folge ein Weblog. Über eine lokale Insellösung auf der Basis des Open-Source-Produkts Moodle führte der Weg zum nunmehr umfassenden, multimedialen Online-Kurs in TUWEL, einer für die Technische Universität Wien adaptierten und zentral durch das E-Learning-Zentrum gehosteten Moodle-Lösung. Im Laufe mehrerer Jahre konnte ein fachbezogenes Anreizsystem (Bonuspunktesystem) generiert werden, dessen Umsetzung im Online-Kurs im Detail beschrieben wird. Der Beitrag skizziert sowohl die methodisch-didaktischen Ansätze als auch die konkreten Realisierungsschritte. Es wird auf Aspekte der E-Learning-Logistik für universitäre Großlehrveranstaltungen (Lehrveranstaltungsordnung) ebenso eingegangen wie auf die Notwendigkeit begleitender Qualitätssicherung (Plagiatsdetektor). Etliche offene Fragen zum „E-Learning 2.0“ runden die Darstellung ab.”

Der gesamte Beitrag ist im Volltext unter http://www.pedocs.de/volltexte/2009/729/ abrufbar.


E-Learning und Fernstudium – zwei Welten?

3. Juni 2009 – 20:19 von Dorit Günther

Dass im Fernstudium die elektronischen Medien sinnvolle Möglichkeiten liefern, räumliche Distanz zu überwinden, den Informationsfluss sowie Kommunikationsprozesse zu vereinfachen und gar gemeinsames Lehren & Lernen im virtuellen Raum zu ermöglichen, scheint auf der Hand zu liegen. Die Realität zeichnet jedoch ein anderes Bild: In der Praxis des Fernstudiums konnten sich E-Learning-Konzepte bislang nicht durchsetzen.

Viele etablierte Fernstudienanbieter im deutschsprachigen Raum setzen – mit Erfolg – auf ein altbewährtes Konzept bestehend aus dem postalischen Versand gedruckter Studienbriefe und – als (benotete) Lernübung für die Fernstudenten – aus Einsendeaufgaben per Papier & Post. Für die Lehre (Vorträge, Workshops,  u. ä.), persönliche Interaktion sowie Klausuren werden pro Semester einige (selten mehr als 2) Präsenztreffen angeboten. (So das Konzept – auf eine bewusst vereinfachte Formel gebracht.) Und das trotz 10 Jahren “E-Learning-Hype” (die ja bekanntlich bei einigen Early Adopters mittlerweile in Desillusionierung umgeschlagen ist).

Funktioniert das Fernstudium also auch ohne E-Learning-Anteil? Warum sollte man an dem bewährten Konzept etwas ändern?

Im Sommer 2008 stand die FernUniversität Hagen in der Kritik, rückständige Lehre zu betreiben, was sich durch fehlende Integration des Internets manifestiere (WDR-Bericht, basierend auf einer Vergleichsstudie zur Internetnutzung an deutschen Hochschulen; siehe Artikel dazu in der “Fernstudium Rundschau“, Online-Magazin von “Fernstudium-Infos.de” von Markus Jung).  (Interessant ist auch die Resonanz von Fernstudenten im Blog “Meine Fernuni“.)

Für die “Arbeitsgemeinschaft für das Fernstudium an Hochschulen” (AG-F) war diese Diskussion einer der Auslöser, sich wissenschaftlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. So lautet das Thema der diesjährigen Frühjahrstagung (s. AG-F Frühjahrstagung in Hagen, 25. bis 26. Mai 2009) “Wie viel E-Learning braucht das Fernstudium?”.

Eine interessante Eröffnung der Tagung bot der AG-F Vorsitzende Dr. Burkhard Lehmann mit dem Hinweis auf die Eigenart der deutschsprachigen Fachwelt rund um Didaktik & Medien, die sich in das Lager “E-Learning” und das Lager “Distance Education” aufspalte … bzw. deutlich weniger Bezugnahme aufeinander zeige, als die vergleichbare englischsprachige Community. Deutlich wird dies mit Blick auf die Fachliteratur: Jochen Robes hat in seinem “Weiterbildungsblog” eine Zusammenstellung der Standard-Literatur zu E-Learning veröffentlich: Unsere e-Learning Klassiker – die Liste basiert auf einer Umfrage bei ausgewählten Experten im Bereich E-Learning. Bei diesen Klassikern spielt das Thema Distance Education kaum eine Rolle. – Anknüpfungspunkt war eine ähnliche Liste des  E-Learning bezogenen Literaturkanons im englischsprachigen Raum:  Im Blog “e-learning & distance education” von Tony Bates sind “The Eight Classic e-Learning publications” im Vergleich zu betrachten. Auffällig ist, dass hier das Thema Distance Education viel prominenter diskutiert wird – d.h. Distance Education ist Ausgangspunkt und zentrales Anwendungsfeld für  E-Learning.

Mit der Frage nach den zwei Welten bzw. warum “E-Learning” nur in eingeschränktem Ausmaße Eingang in die Fernstudienkonzepte gefunden hat, beschäftigen sich auch die Referenten auf der Tagung (z. B.: “Die Zukunft des Fernstudiums liegt im E-Learning”, “E-Learning und Distance Education – kein Widerspruch” oder die empirische Studie “E-Learning im Kontext der internationalen Fernstudienforschung”).

Bei der AG-F Tagung blieb die Antwort auf die Frage, wie viel E-Learning das Fernstudium braucht, offen. Es fehlte – zumindest in dieser Runde – auch die Darstellung der Position “mehr E-Learning ist nicht erforderlich”.

In den Vorträgen und Diskussionsrunden herrschte der Konsens, dass E-Learning-Anteile wertvoll – und auszubauen -  sind, um z. B. mehr soziale Präsenz zu erreichen. Zudem müssen sich die Anbieter auf die zukünftige Kundschaft einrichten, die mit mehr digitaler Mediennutzung sozialisiert wurden (siehe zur Frage der Netgeneration: Rolf Schulmeister: Gibt es eine “Netgeneration”?).

Wobei zu berücksichtigen ist, dass die Anbieter postgradualer Fernstudiengänge es (derzeit noch) mit einer Generation von “Digitalen Immigranten” (meist Berufstätige in den 30ern und 40ern) zu tun haben, während die Anbieter grundständiger Studiengänge (bald) eine heranwachsende Generation “Digitaler Eingeborener” zu bedienen hat, die (vermutlich) eine größere Affinität zu digitalen Medien hat (z. B. Gewohnheit, soziale Netzwerke im virtuellen Raum zu bilden) und von einem Bildungsanbieter sogar erwartet, über diese Kanäle angesprochen zu werden.

An dieser Stelle eine Klarstellung: Was natürlich bei allen Fernstudienanbietern praktiziert wird, ist eine Nutzung von E-Mail und von Online-Plattformen zur Kommunikation und Organisation sowie zur Materialbereitstellung (Text im digitalen Format). Versteht man “E-Learning” im weit gefassten Sinne – nämlich als Einsatz von digitalen Medien im Lehr-/Lernkontext in den Bereichen E-Kommunikation, E-Kommunikation, E-Kollaboration, Online-Assessment sowie als Bereitstellung digitaler Materialien (s. Schaubild des eTSC ; siehe auch die E-Learning-Definition im Bildungsserver-Wiki, die das weite Spektrum aufzeigt) – dann ist E-Learning im o.g. “altbewährten” Fernstudiumskonzept bereits verankert.

Von einem “E-Learning”-Angebot im engeren Sinne – nämlich einem didaktischen Szenario, das digitale (multimediale) Bildungsmedien und/oder Interaktionstechnologien für Lehr-Lernprozesse fruchtbar macht – kann jedoch nur dann gesprochen werden (da sind sich die meisten Vertreter der E-Learning und Distance Education Community einig), wenn mehr als die Bereitstellung von digitalisiertem Lehrtext nebst Info-Webseiten vorliegt, z. B. wenn im Rahmen eines Online-Seminars Lehr-Lern-Interaktion im virtuellen Raum stattfindet oder wenn medial aufbereitete Lerneinheiten wie Podcast, Animationen/Simulationen, WBTs oder Online-Quizzes angeboten werden. Dazu zählen auch fachlicher Austausch in moderierten Diskussionsforen sowie Online-Treffen in Virtuellen Klassenzimmern.

Die o.g. Szenarien werden von den Fernstudienanbietern (in unterschiedlichem Ausmaße) auch angeboten – meistens jedoch als freiwilliges Zusatzangebot (z. B. Teilnahme an einem mehrwöchigen Online-Seminar als Ersatz für eine Einsendeaufgabe).

Das Problem bei einem flächendeckenden Angebot von Online-Seminaren ist:  Aus didaktischer Sicht ist für ein produktives Interagieren eine Gruppengröße von ca. 30 Teilnehmern nicht zu überschreiten. Für Studiengänge mit weit mehr Fernstudenten müssten also ein Vielzahl solcher Online-Arbeitsgruppen/Seminare eingerichtet sowie technisch und fachlich betreut werden, was für den Anbieter einen – oftmals zu – hohen Organisationsaufwand sowie Kostenfaktor darstellt.

In der praktischen Umsetzung bringen E-Szenarien nämlich häufig neue Probleme mit sich – sei es die Qualitätssicherung der E-Tutorenarbeit (z. B. Copyrightfragen von Material, das Tutoren online bereitstellen), oder sei es das Konfliktpotential, das entsteht, wenn Fernstudenten unterschiedlicher Studiengänge oder Arbeitsgruppen (unmoderiert) online in Kontakt treten und z. B. Lernmaterial oder Serviceleistungen vergleichen.

Trotz der angesprochenen Probleme (Mehraufwand/Kosten, Qualitätssicherung, Medienkompetenz, Schulungsbedarf) wurde von den anwesenden Repräsentanten deutscher Fernstudienanbieter der Trend artikuliert “Künftig sollen im Fernstudium mehr E-Learning-Anteile angeboten werden”. – Man kann also gespannt sein auf die weitere Entwicklung des Fernstudienmarktes.

Noch ein persönliche Fußnote: Der Frage nach den zwei – getrennten? – Welten werde ich in nächster Zeit in der Praxis nachgehen können, da ich von der Welt des E-Learning (konzeptionelle und praktische E-Teaching-Unterstützung von Lehrenden der TU Kaiserslautern) in die Welt des Fernstudiums wechsele (Koordination eines postgradualen Fernstudienganges am DISC der TU Kaiserslautern). Ob die Schnittmenge doch größer ist, als vermutet? Ein E-Teaching-Kollege riet mir jedenfalls, im Kontext der Distance Education einfach von “D-Learning” zu sprechen, wenn ich E-Learning meine – dann versteht mich die Fernstudiumswelt gleich. ;-)


E-Learning einmal anders II

2. Mai 2009 – 11:20 von Michael Tesar

Bei meiner Suche nach spannenden Best-Practice-Beispielen aus der Welt des E-Learnings stoße ich immer wieder auf äußerst interessante Projekte, die ganz bewusst auf die Bedürfnisse der Zielgruppen eingehen und sich damit durchaus vom “Standard-E-Learning-Angebot” manch anderer Projekte unterscheiden.  Mit diesem Beitrag  möchte ich kurz ein Forschungs-Projekt vorstellen, welches sich um die Bedürfnisse von autistischen Kindern bemüht.

Autisten sind mit der komplexen Realität oftmals überfordert, ziehen sich immer mehr zurück, vereinsamen und die sozialen Kompetenzen schwinden oder werden nie vollständig entwickelt. Dieser Isolation wollen die ForscherInnen des Projekts IROMEC [2] entgegenwirken. Vgl. [1, S. 53]

Ein noch anonymer Roboter (“…das sieben Kilogramm schwere Vehikel …, das mit seinem Bauch auf vier Rädern und dem Kopf an einen Käfer erinnert.” Siehe [1, S. 53]) soll helfen die Kommunikations- und Interaktionsbarrieren abzubauen. Mit unterschiedlichen vorprogrammierten Spielen sollen Kinder zum Mitspielen motiviert werden. Vgl. [1, S. 53]

“IROMEC will investigate how robotic toys can provide opportunities for learning and enjoyment. The developed robotic system will be tailored towards becoming a social mediator, empowering children with disabilities to discover the range of play styles from solitary to social and cooperative play. Robustness, dependability as well as “plug&play” operation of the robot system are specially addressed.” Siehe [2].

Ein wichtiger Faktor zum Erfolg liegt in der Einfachheit begründet. Was zwar technisch eine große Herausforderung darstellt, ist für den Nutzer viel einfacher zu begreifen. Roboter sind für Außenstehende, in diesem Fall Autisten, leichter zu verstehen als Menschen, folglich verlieren sie auch deutlich schneller ihre Scheu vor dem “Neuen”.  Vgl. [1, S. 56]

Die betroffenen Kinder bauen somit nicht nur eine Beziehung zum Roboter auf, sondern auch zu ihren BetreuerInnen. Durch die damit erzielten Erfolge, wird die Weiterentwicklung von Lern-Robotern zur Förderung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen immer mehr befürwortet. Der IROMEC-”Käfer” ist der erste Roboter seiner Art, der direkt in Zusammenarbeit mit betroffenen Kindern und BetreuerInnen entwickelt wird. Vgl. [1, S. 55]

Aufpassen muss man allerdings, dass die Roboter nicht zu sehr natürlichen Lebewesen ähnlich sehen, denn Menschen merken rasch, dass die emotionalen Reaktionen der Maschine nicht echt sind bzw. diese nicht auf die eigenen Emotionen reagieren und das kann wiederum einen negativen Lerneffekt auf Autisten haben. Ein klarer Unterschied zwischen Mensch und Maschine ist unbedingt erforderlich: “Der Roboter dient als Trittbrett für den ersten Schritt, auf andere Personen zu zugehen.” Siehe [1, S. 55].

Roboter sind daher stets als Ergänzung der Förderung zu sehen und niemals als Ersatz für Menschen, denn zwischenmenschliche Fähigkeiten kann man eben nur in der Interaktion mit Menschen erlangen.

Weitere spannende Projekte für Kinder mit speziellen Bedürfnissen des Austrian Institute of Technology (AIT) finden Sie in den Quellen unter [3]. Dort werden nicht nur neue Spielzeuge entwickelt, sondern auch bestehende adaptiert, siehe [4].

Quellen:

[1] Donner, Susanne; Kontakt zur Welt; Technology Review, Das M.I.T.-Magazin für Innovation; Ausgabe 05 Mai 2009; Heise Zeitschriftenverlag Hannover; S. 52 – 56. Link zum Artikel.

[2] http://www.iromec.org

[3] http://www.arcsmed.at/content/category/9/94/169/

[4] http://science.orf.at/science/news/34542